Das Haus des Dokumentarfilms (HDF) in Stuttgart ist eine in Europa einmalige Einrichtung. Ihr Ziel ist, dokumentarische Filme zu fördern, zu präsentieren und zu sammeln. Mit einem umfangreichen Online-Angebot, Filmabenden, Meisterklassen und Workshops sowie jährlichen Fachtagungen wie DOKVILLE und dem Roman Brodmann Kolloquium richtet sich das Haus des Dokumentarfilms an Branchenangehörige, Film- und Kinofans sowie generell an kulturell Interessierte.
DOKVILLE 2026

Das Haus des Dokumentarfilms bedankt sich bei allen Gästen auf dem Podium und dem Publikum, die DOKVILLE 2026 zu einem spannenden Branchentreff machten. Rund 350 Akkreditierte verfolgten unsere Tagung.
DEMOKRATIE UNTER DRUCK – IST UNSERE ZIVILGESELLSCHAFT AM ENDE? Dazu gab Bundespräsident a. D. Dr. h.c. Joachim Gauck eine spannende und zugleich Mut machende Keynote. Im Themen-Panel diskutierten die Menschenrechtsaktivistin Düzen Tekkal, die Leiterin des ARD Studios Istanbul/Teheran Katharina Willinger, der Regisseur Stephan Lamby, die Medienmanagerin Nathalie Wappler (Vorsitzende Medienrat) und der stellv. Chefredakteur Paul Ronzheimer von BILD.
Weitere Gäste waren der Musiker Sebastian Krumbiegel, die Senior-Expert der Bertelsmann Stiftung Paulina Fröhlich, Tübingens OB Boris Palmer, die Grünen-Politikerin Terry Reintke (MdEP) sowie der ehemalige EU-Kommissar Günther H. Oettinger.
Neben Talk-Runden bot DOKVILLE seinen Gästen Case Studies von herausragenden dokumentarischen Arbeiten. Vorgestellt wurden mit den jeweiligen Teams ELON MUSK UNCOVERED: DAS TESLA EXPERIMENT (ARD) von Andreas Pichler, die erschütternde ARTE-Produktion INSIDE GAZA von Hélène Lam Trong sowie eine SWR/ ARTE Produktion RUSSLAND IM KRIEG – EIN LAND ZWISCHEN PROPAGANDA UND WIDERSTAND, deren Regieteam under cover arbeitet und mit Gesichtsmasken zugeschaltet wurde.
Unser besonderer Dank gilt den Kooperationspartnern von DOKVILLE 2026: der MFG, ARTE, SWR, dem Grimme-Institut, für das Speed-Dating der Film Commission Region Stuttgart und für einzelne Panels der Bundeszentrale für Politische Bildung/bpb.
DOKVILLE 2026
DOKVILLE 2026
Den ersten DOKVILLE Tag schlossen wir mit einer außergewöhnlichen Veranstaltung ab – der erstmaligen Verleihung des Europäischen Dokumentarfilmpreises.
Das Haus des Dokumentarfilms – Europäisches Medienforum Stuttgart e.V. und die Film- und Medienstiftung NRW vergaben den 2026 gemeinsam ins Leben gerufenen EUROPÄISCHEN DOKUMENTARFILMPREIS an die österreichische Filmemacherin und Autorin Dr. Ruth Beckermann. Wir gratulieren von Herzen!
In der Begründung der Jury heißt es u. a., alle Filme von Ruth Beckermann zeichne eine filmdramaturgische und filmästhetische Offenheit aus, die jeder Voreingenommenheit widerspreche und scheinbar als schlüssig plakatierten Bildern jeweils fragende Bilder entgegenstelle.
In der Jury des neugeschaffenen EUROPÄISCHEN DOKUMENTARFILMPREISES votierten Nathalie Wappler (Medienmanagerin), Bettina Reitz (Film- und Medienmanagerin), Ulrike Becker (Journalistin), Hella Wenders (Regisseurin), Walid Nakschbandi (Geschäftsführer Film- und Medienstiftung NRW) und Eric Friedler (Geschäftsführer Haus des Dokumentarfilms). Den Juryvorsitz hatte Wim Wenders.
DOK Premieren im Juni 2026
Das Haus des Dokumentarfilms präsentiert WHY WE PLAY von Thorsten Schütte als DOK Premiere im Juni in Stuttgart und Ludwigsburg – eine Kooperation mit dem Arsenal Filmverleih, AMA FILM und zusätzlich in Kooperation mit Medien- und Filmgesellschaft BW (MFG) in Stuttgart.
WHY WE PLAY ist der erste abendfüllende Dokumentarfilm, der die Arbeit des Ensemble Modern, eines der weltweit führenden Ensembles für zeitgenössische Musik porträtiert.
Der Regisseur begleitet die Musiker:innen und Komponist:innen während intensiver Probenprozesse und zeigt, wie durch Experimentieren, Verwerfen und gemeinsames Arbeiten eine eigene musikalische Sprache entsteht.
Das Haus des Dokumentarfilms zeigt KOMMUNIST von Lutz Pehnert als Juni-DOK Premiere im Bundesplatz-Kino in Berlin
eine Kooperation mit Salzgeber Filmverleih.
In KOMMUNIST zeichnet Regisseur Lutz Pehnert den politischen Werdegang vom letzten DDR-Staatsratsvorsitzenden Egon Krenz nach und beleuchtet seinen Aufstieg sowie seinen späteren Machtverlust.
Der Film befasst sich nicht nur mit Leben und politischer Laufbahn des DDR-Politikers, sondern blickt mit neuer Perspektive auf den Niedergang der DDR und auf die Wege der Menschen, die in diesem System aufwuchsen
ROMAN BRODMANN PREIS 2026
INSIDE GAZA ist Preisträgerfilm

Der diesjährige ROMAN BRODMANN PREIS wurde am 24. April 2026 in Berlin an die Regisseurin Hélène Lam Trong für ihren Dokumentarfilm INSIDE GAZA vergeben. Zusammen mit dem Produzenten Yann Ollivier (Docs & Factstory AFP) und dem AFP-Fotografen Mohammed Abed, einem der Protagonisten von INSIDE GAZA, nahm die Filmemacherin die mit 10.000 Euro dotierte Auszeichnung entgegen. Überreicht wurde der Preispokal von Sibylle Hanau-Brodmann, der Tochter des Namenspatrons.
ROMAN BRODMANN KOLLOQUIUM 2026
Autokratismus, Kulturkampf, Desinformation! Stirbt die Demokkratie?

Weltweit befinden sich Autokratien auf dem Vormarsch. Das bedeutet: Einschränkung von Versammlungs-, Meinungs- und Pressefreiheit, Behinderung der Justiz, Ausbau der Exekutive durch Umgehung der Parlamente, Angriffe auf die Freiheit der Künste und Wissenschaften. Die Zahl autokratisch regierter Staaten steigt von Jahr zu Jahr. Zugleich werden liberale Demokratien schleichend in illiberale Demokratien umgebaut.
Wie können sich Journalismus, Medien und die Kunst- und Kreativszene schützen? Diese Frage stellt das Roman Brodmann Kolloquium 2026. Das Programm ist jetzt online. Anmeldung erforderlich: [email protected]
ROMAN BRODMANN PREIS
Shortlist 2026 steht fest

Die Auswahlkommission des Hauses des Dokumentarfilms hat am 19. März die Shortlist für den diesjährigen ROMAN BRODMANN PREIS zusammengestellt. Der Preis würdigt den politischen Dokumentarfilm mit starker Autorenhandschrift. Er ist nach dem Journalisten Roman Brodmann (1920–1990) benannt, der als Vertreter der sogenannten Stuttgarter Schule mit Fernsehdokumentarfilmen Maßstäbe setzte. Brodmanns heute wohl bekanntester Film ist das legendäre ARD-Stück „Der Polizeistaatsbesuch“ (1967) über den Besuch des persischen Schahs Mohammad Reza Pahlavi und seiner Ehefrau Farah Diba in der Bundesrepublik – eines der wichtigsten Medienzeugnisse am Vorabend der westdeutschen Studentenbewegung.
Die vierzehnköpfige Kommission hat aus etwa 130 Einsendungen – darunter lange Dokumentarfilme, Dokumentationen und Doku-Serien – zehn Werke ausgewählt. Diese treten nun im Wettbewerb um den mit 10.000 Euro dotierten Preis an.
Der Roman Brodmann Preis wird am 24. April in Berlin feierlich vergeben.
TIPP: DOK Leipzig 2026
Einreichung hat begonnen

Dieses Jahr feiert DOK Leipzig die 69. Ausgabe und freut sich darauf, Filmschaffende vom 26. Oktober bis 1. November 2026 beim Festival zu begrüßen. Die Einreich-Deadline endet am 01.07.2026.
MEIN LIEBSTER DOKUMENTARFILM
Reihe in der ARD Mediathek
Ab dem 12. Februar 2026 zeigt die ARD MEDIATHEK die Interview-Reihe MEIN LIEBSTER DOKUMENTARFILM — eine gemeinsame Produktion von SWR und Haus des Dokumentarfilms.
Welcher Dokumentarfilm bleibt ein Leben lang? In MEIN LIEBSTER DOKUMENTARFILM erzählen Wim Wenders, Hanna Schygulla, Campino, Sandra Maischberger, Fatih Akin, Aelrun Goette, Rosa von Praunheim und andere, welches dokumentarische Filmerlebnis sie persönlich inspiriert und emotional zutiefst berührt hat.
Ihre Erinnerungen an Szenen, Bilder und Stimmen lassen keinen Zweifel daran, dass der ausgewählte Film auch ihr eigenes Schaffen und ihre Einsichten in gesellschaftliche Zusammenhänge geprägt hat.
Die 13-teilige Interview-Reihe von Eric Friedler lädt ein, Klassiker wie „Nacht und Nebel“, „Shoah“, „Dont Look Back“ oder „When We Were Kings“ wieder anzuschauen und jüngere Filme wie „Bowling for Colombine“ oder „Soundtrack to a Coup d’Etat“ neu zu entdecken.
MEIN LIEBSTER DOKUMENTARFILM ist ein Plädoyer für ein Genre, das Wirklichkeit nicht nur abbildet, sondern grundlegend reflektiert.
Die Folge „Andres Veiel über SHOAH von Claude Lanzmann“ wurde während der Berlinale auf dem „Archive Market“ des EFM präsentiert.
HDF MEISTERKLASSE MIT DORIS DÖRRIE
18. März in Stuttgart
Das Haus des Dokumentarfilms hat für seine diesjährige Meisterklasse die Regisseurin, Drehbuchautorin und Schriftstellerin Doris Dörrie nach Stuttgart eingeladen. Einen Tag lang gibt uns eine der erfolgreichsten Erzählerinnen des deutschen Kinos Einblick in ihr Werk und ihre einzigartige Karriere.
Schon DER ERSTE WALZER, ihre Abschlussarbeit an der Hochschule für Film und Fernsehen in München, wurde auf Festivals und im Fernsehen gezeigt. 1983 hatte Dörrie mit MITTEN IN HERZ ihr Kino-Spielfilmdebüt. MÄNNER, ihr dritter Kinofilm, wurde ein Überraschungserfolg. Zu ihrem umfangreichen künstlerischen Schaffen gehören vielfach ausgezeichnete Dokumentarfilme wie HOW TO COOK YOUR LIFE und DIESES SCHÖNE SCHEISSLEBEN! Auch bekannte fiktionale Werke wie KIRSCHBLÜTEN – HANAMI und GRÜßE AUS FUKUSHIMA basieren auf der dokumentarischen Methode.
Darum und um vieles mehr geht es in der HDF-Meisterklasse 2026. Wir freuen uns auf den Austausch mit dem preisgekrönten Multitalent Doris Dörrie.
Die Anmeldungsfrist ist abgelaufen.
FILMABEND IN SCHWÄBISCH HALL
100 Jahre Freilichtspiele im Film
Die im Haus des Dokumentarfilms angesiedelte Landesfilmsammlung Baden-Württemberg präsentierte nach dem großen Erfolg im vergangenen Herbst erneut am 13. März 2026 seltene historische Aufnahmen anlässlich des 100-jährigen Jubiläums der Freilichtspiele Schwäbisch Hall – eine Kooperation mit dem Stadtarchiv Schwäbisch Hall und den Freilichtspielen Schwäbisch Hall.
Im Fokus standen einzigartige Aufnahmen der Probenarbeit, exklusive Einblicke hinter die Kulissen und historische Fotografien, die bis ins Gründungsjahr 1925 zurückreichen. Eine faszinierende filmische Zeitreise, die durch musikalische Live-Beiträge ergänzt wurde.
BADEN-WÜRTTEMBERGISCHER FILMPREIS
BESTER DOKUMENTARFILM
Das Haus des Dokumentarfilms stiftet seit 2010 den Baden-Württembergischen Filmpreis in der Kategorie Dokumentarfilm. In diesem Jahr ging die mit 1000 Euro dotierte Auszeichnung an Erec Brehmer und Benjamin Rost für ihren Film BORN TO FAKE! Den ebenfalls vom Haus des Dokumentarfilms gestifteten und mit 500 Euro dotierten Jugendfilmpreis in der Kategorie Dokumentarfilm erhielt Anna Sachstetter für KETTENBAGGEROPA. Wir gratulieren den Preisträger:innen!
DEUTSCHER DOKUMENTARFILMPREIS 2025
FÖRDERPREIS DES HDF
Den Förderpreis des Deutschen Dokumentarfilmpreises 2025 erhielt Rand Beiruty für ihren Film TELL THEM ABOUT US – ÜBER UNS VON UNS. Wir gratulieren ganz herzlich! Der Förderpreis, gestiftet vom Haus des Dokumentarfilms, ist mit 3.000 Euro dotiert und wurde im Rahmen der Award Ceremony des Internationalen Filmfestivals Mannheim-Heidelberg (IFFMH) am 13.11.2025 verliehen.
Die Redaktion vom Haus des Dokumentarfilms versorgt Sie mit allen wichtigen Infos zu neuen Produktionen im Kino, Fernsehen und Stream. Interviews mit Filmschaffenden, Festivalberichte und Branchennews runden das Angebot ab.
Landesfilmsammlung Baden-Württemberg
Die Landesfilmsammlung Baden-Württemberg (LFS) hat zwei Aufgaben: Historisches Filmmaterial zu archivieren und es der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Sie ist eines der größten Archive für den Amateurfilm in Europa. Ihr Lizenzvertrieb bietet Rechtssicherheit durch Verträge mit allen Quellengebern. Kontaktieren Sie uns, wenn Sie Archivmaterial für Ihr nächstes Filmprojekt suchen.





Die Onlinerecherche der Landesfilmsammlung bietet die Möglichkeit, den gesamten Filmbestand von 12.000 Amateurfilmen, Städteportraits und Imagefilmen aus ganz Baden-Württemberg zu durchsuchen. Zu zahlreichen Filmen sind ab jetzt Vorschauvideos verfügbar. Das Besondere dabei: Dank der ausführlichen Bildprotokolle können Sie direkt zum gewünschten Timecode springen.
Veranstaltungen
Das Haus des Dokumentarfilms organisiert Fachtagungen wie den Branchentreff DOKVILLE oder das Roman Brodmann Kolloquium, Workshops und Meisterklassen sowie DOK Premieren/Filmvorführungen.Preise
Das Haus des Dokumentarfilms vergibt Nachwuchs- und Förderpreise sowie seit 2022 den Roman Brodmann Preis für den politisch-investigativen Dokumentarfilm.
Mitglieder
Kuratorium
Das Kuratorium des Hauses des Dokumentarfilms • Europäisches Medienforum Stuttgart e.V. setzt sich aus Filmschaffenden und Expert:innen aus Sendern und anderen Medien zusammen.
Aktuell gehören ihm Brigitte Baetz (Medienjournalistin und Moderatorin), Dr. Ulrich Brochhagen (Geschäftsführer ARD Koordination Dokumentation), Christoph Hübner (Autor und Regisseur), Hannah Pilarczyk (Redakteurin Spiegel Online), Margrit Schreiber-Brunner (Kuratorin, zuvor Redakteurin ZDF/3sat), Klaus Siekmann (Justitiariat/NDR) sowie Andres Veiel (Autor und Regisseur) an. (Stand: 2025)
Das Team des HDF
Mehr über die Mitarbeitenden beim Haus des Dokumentarfilms finden Sie in unserer Team-Vorstellung.













